| Eine
Woche auf dem Segelschulschiff (Ketsch)
Tayawinga Eine eigenwillige alte Dame, auf der man noch "so richtig" segeln lernen kann |
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Also los aufs Schiff. Wir waren begeistert, eine klassische, schon
etwas betagte eigenwillige Segelyacht ohne Schnickschnack. Hier lernt man
noch "zu Fuß" segeln. Erst unter Deck sah man, was an technischem
"Zubehör" auf der Tayawinge vorzufinden war. Neben GPS fanden wir
Seekartenplotter, Radar, Wetterfax und natürlich UKW-Funk.
Nach der ersten Begeisterung gings an die Arbeit, Einteilung der Kojen, Gepäck "umräumen" und dann erst einmal einkaufen.Die große Pantry mit 110l Kühlschrank und einem ebenso riesigen Gefrierschrank hätte für einen 3-Wochen-Törn befüllt werden können. Da wir aber jeden Abend in einem Hafen anlegen wollten, begnügten wir un bei dem Einkauf erst einmal auf das Wesentliche: Etwas zum Essen, aber reichhaltig Bier. |
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Hier zeigte sich auch sehr schnell die Erfahrung von unserem Skipper
Eddi.
Nachdem er uns seinen "nautischen Werdegang" erzählt hatte, stieg
beachtlich der Respekt vor seinem Können. Als er uns dann noch sein
Alter (73 Jahre) verriet, wurde manch einer neidisch.
Nach Mittag gings dann endlich los. Da wir durch eine gezeitenabhängige Fahrrinne mußten, bestimmte die Flut unseren Fahrplan. Unter Motor steuerten wir den Seehafen Lignano an. |
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Da unser GPS nicht richtig funktionierte, konnten wir unsere navigatorischen
Kenntnisse gleich in die Praxis umsetzen. Vor der kroatischen Küste
haben wir uns nicht gleich "ordnungsgemäß" einklariert, sondern
setzten erstmals Segel.
Hier zeigte sich erstmals, welch starkes Nervenkostüm Eddi besaß. Die gleichen "Koordinationsporbleme", die wir bei den Hafenmanövern hatten, traten nun auch zum Vorschein. So alles ging nun mal schief, so daß wir etwas eingehender auf die Manöver Segel setzen, - reffen, - bergen eingingen. In Porec wurde einklariert und gleich der Liegeplatz angesteuert. Nach diesen Anstrengungen freuten wir uns alle auf ein kühles Bad am Strand von Porec. |
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Mit Andreas fuhren wir dann die Manöver zu dritt. Manch ein
vorbeisegelnder Skipper muß sich gewundert haben, welche Idioten
das Schiff immer im Kreis herumdrehen.
Als wir dann aber Richtung Umag weiterfuhren, waren wir glücklich und zufrieden über das Erlernte. Als wir dann in Umag angelegt hatten und an den Strand wollten, überraschte Eddi uns mit dem Komando "Klar Schiff machen". Deck schrubben und Kojen putzen war angesagt. Nun, auch das gehört zu einem Schulschiff. Unter leichtem Murren gings danach doch noch ins Wasser. Abends gingen wir dann in die wunderschöne Altstadt und genossen den lauen Sommerabend. |
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Nach dem Frühstück verabschiedete sich Eddi erst einmal
für einige Zeit. Als Prüfer des DSV hatte er an einigen Schiffen
Prüfungen abzulegen.
Nun, kurz und gut, nachdem die Generalprobe am Vortag ins Wasser fiel, klappte die Prüfung umso besser. Glücklich kehrten wir in den Heimathafen Aprillia Maritima ein. Abschließend kann man den Törn als Volltreffer bezeichnen. Das der Zufall uns mit vier Mann auf diesem Schiff Segeln lernen ließ, kam uns allen entgegen. Wenn auch der Vergleich mit einem Urlaubstörn hinkt, so hatte auf diesem Schulungsschiff jeder genug Zeit, alle Aufgaben auf und unter Deck intensiv zu lernen. |
| Der Tayawinga - Crew
allzeit Gute Fahrt |
Erich Daubner
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